Der 1. FC Köln wird nun doch keinen Einspruch gegen die Wertung der Bundesligapartie vom vergangenen Sonntag einlegen. Nach dem 0:5 in Dortmund hatte Kölns Sportchef Jörg Schmadtke einen offiziellen Protest angekündigt, mit der Absicht, eine Neuansetzung zu erreichen. Hintergrund war die Entscheidung der Schiedsrichter beim 2:0 des BVB.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der Dortmunder Sokratis nach einer Ecke den Ball in das Tor gestochert. Der Schiedsrichter pfiff die Situation wegen eines angeblichen Foulspiels jedoch ab. Daraufhin griff der Videoschiedsrichter ein, weshalb das Tor nachträglich gegeben wurde. Allerdings war dies eine Fehlentscheidung. Da der Ball beim Pfiff des Schiedsrichters noch nicht im Tor war, galt die Situation als abgepfiffen, bevor der Treffer erzielt wurde. Dies hätte zur Folge gehabt, dass der Videoschiedsrichter eigentlich gar nicht eingriffsberechtigt war. Jedoch hörte der Assistent in der Videozentrale in Köln den Stadionton und damit den Pfiff nicht.

Aufgrund der Regelauslegung kündigte Köln unmittelbar nach dem Spiel einen Protest an. Nach Gesprächen in der Führungsebene nahm man davon aber nun wieder Abstand. In einer Bekanntmachung erklärte der Verein, dass der FC offiziell auf einen Einspruch verzichtet, auch wenn aus Kölner Sicht ein klarer Regelverstoß des Schiedsrichtergespanns vorlag. Dieser würde dem 1. FC Köln den DFB-Statuten zufolge die Grundlage für einen Einspruch geben. Continue reading