Der Salary Cap, also die Gehaltsobergrenze, war im Fußball zwar schon lange ein heiß diskutiertes Thema, aber wurde letztlich doch immer wieder verworfen. In anderen Disziplinen ist das Werkzeug der Kostenkontrolle hingegen ganz normal – beispielsweise in den US-Sportarten. Dies könnte sich allerdings im Zuge der Coronakrise ändern. Schalke 04 hat in Deutschland beispielsweise eine Obergrenze von 2,5 Millionen Euro eingeführt. Der Vorteil der Knappen dabei: Sie können so selbst bestimmen, wann sie diese wieder kassieren. Doch möglicherweise nimmt die Politik den Knappen dieses Recht schon im Herbst aus der Hand.
Bundestagsgutachten bestätigen Umsetzungsmöglichkeiten eines europaweiten Salary Caps
Spitzenvertreter des Fußballs hatten sich skeptisch geäußert, ob eine Gehaltsgrenze rechtlich generell durchsetzbar wäre. Auch wenn dieses Instrument eigentlich begrüßenswert wäre, wie beispielsweise FC Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sagte. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags ist nun allerdings zu einem anderen Ergebnis gekommen. Gleich zwei Gutachten bestätigen, dass ein Salary Cap europaweit kommen könnte.
Der grundsätzliche Tenor: Die Gehaltsobergrenze wäre im Sinne der zahlenden Kundschaft, da der Ausgang der Wettbewerbe ungewisser ausfalle. Auch eine nicht mehr aufholbare wirtschaftliche Dominanz, die zu Langeweile führe (wörtlich werden die Dauermeisterschaften des FC Bayern genannt) entfalle. Continue reading